Der Bausparvertrag
Bausparverträge gehören schon lange zu einem der beliebtesten Finanzprodukten in Deutschland. Meistens werden die Bausparverträge schon in jungen Jahren abgeschlossen. Dabei können Bausparverträge entweder, als reine Finanzanlage ähnlich einem Sparkonto dienen, oder zur Baufinanzierung verwendet werden.
Ein Bausparvertrag kann in drei unterschiedliche Phasen eingeteilt werden. Die erste Phase ist die Ansparphase, die zweite Phase ist die Zuteilung des Bausparvertrags und die dritte Phase ist die Darlehensphase.
Bausparverträge werden über mehrere Jahre abgeschlossen. Meistens laufen die Verträge über einen Zeitraum von 5 – 10 Jahren oder noch weitaus länger. Bei Abschluss eines Bausparvertrags wird nicht nur die Vertragslänge festgelegt, sondern darüber hinaus auch eine Bausparsumme vereinbart. Zusätzlich werden sowohl die Zinssätze für die Sparphase, wie auch der Zinssatz für die Darlehensphase festgelegt. Dabei hängen die beiden Zinssätze stark voneinander ab. Desto besser in der Absparphase das Guthaben verzinst wird, desto höher werden in der Rückzahlungsphase auch die Darlehenszinsen sein.
Nachdem die Rahmenbedingungen für den Bausparvertrag festgelegt wurden, beginnt die Ansparphase. In der Ansparphase zahlt der Bausparer eine monatliche Sparrate auf seinen Bausparvertrag ein. Der Vorteil ist, dass die Rate an die finanzielle Situation angepasst werden kann. In wirtschaftlich guten Zeiten kann eine höhere Rate gezahlt und in wirtschaftlich schlechten Zeiten kann die Rate auch verringert werden. Zusätzlich können auch Sonderzahlungen geleistet werden. Auf das angesparte Geld erhält der Bausparer Zinsen, die vorher im Bausparvertrag festgelegt wurden. Die Zinsen bleiben in der kompletten Ansparphase konstant und sind nicht abhängig von Zinsänderungen am Kapitalmarkt.
Der Bausparer spart solange Kapital für den Bausparvertrag an, bis dieser zuteilungsreif wird. Dazu wird im Bausparvertrag ein Mindestkapital vereinbart. Dies liegt in der Regel bei 40 % oder 50 % der vereinbarten Bausparsumme. Wenn die Summe also angespart ist, wird der Bausparvertrag zuteilungsreif. Für die Zuteilung wird auch eine Bewertungszahl herangezogen. Diese wird anhand der Sparleistungen und der Sparzeit ermittelt. Wenn alle Faktoren erreicht wurden, wird der Bausparvertrag zugeteilt. Das bedeutet, dass der Bausparer nun die komplette im Bausparvertrag festgelegte Bausparsumme ausgezahlt bekommt. Das Bauspardarlehen ist im Endeffekt nicht anderes als ein Kredit. Allerdings ist dieser Kredit, im Vergleich mit anderen Krediten, mit einem sehr geringen Zinssatz versehen.
Das Bauspardarlehen muss der Bausparer genauso wie einen ganz normalen Kredit an die Bausparkasse zurückbezahlen. Dies allerdings zu einem Zinssatz, der bereits beim Abschluss des Bausparvertrags vereinbart wurde und zumeist weit unter den marktüblichen Zinssätzen liegt.
Aufgrund der staatlichen Zulagen lohnen sich Bausparverträge in der heutigen Zeit besonders, wenn man ihn für wohnwirtschaftliche Maßnahmen einsetzen will. Als Finanzanlage sollte man genauer hinschauen, da hier ein Festgeld besser Zinsen bringen kann.
Quelle: kreditaktuell.com








