Baugeld in Euro
ab 50.000 € Kreditsumme
Als Baugeld wird ein Darlehen oder ein Kredit für die Finanzierung eines Bauvorhabens oder für den Kauf einer Immobilie bezeichnet. Dabei wird durch den Kredit nicht nur der Kauf oder der Bau der Immobilie finanziert, die Immobilie dient auch als Sicherheit für den Kreditgeber, falls es zu Zahlungsausfällen kommen sollte.
Die Finanzierung einer Immobilie
Die Finanzierung einer Immobilie ist für fast alle Menschen eine große Herausforderung. Die Kosten für ein Haus oder eine Wohnung sind im Verhältnis zum Einkommen der meisten Menschen sehr hoch. Oft müssten sie viele Jahre oder gar Jahrzehnte sparen, um sich die Immobilien kaufen zu können. Wer nicht so lange warten will, muss sich die Immobilie durch Baugeld finanzieren. Die Kredite ermöglichen eine langfristige Finanzierung. Dies ist besonders wichtig, da die meisten Kreditnehmer junge Familien sind, die für sich und ihre Kinder einen geeigneten Wohnraum erwerben wollen. Da in dieser Zeit die Ausgaben jedoch fast immer recht hoch sind und die Kinderbetreuung auch oft verhindert, dass beide Eltern voll berufstätig sind, ist es vielen Familien nicht möglich, größere Summen zu sparen. Daher ist es gerade für junge Familien sehr wichtig, dass die monatlichen Raten für die Rückzahlung des Kredits gering sind.
Die Immobilie als Sicherheit
Baugeld hat die Eigenschaft, dass die Immobilie, die gekauft oder gebaut wird, auch als Sicherheit für den Kredit dient. Dies kann entweder in Form einer Hypothek oder als Grundschuld geschehen. Die Unterschiede zwischen beiden Formen sind nur sehr geringfügig. Heutzutage werden jedoch fast alle Baudarlehen durch die Grundschuld abgesichert, da diese etwas mehr Flexibilität mit sich bringt. Sowohl bei der Hypothek als auch bei der Grundschuld dient die Immobilie oder das Grundstück als Sicherheit, wenn das Baugeld nicht wie vertraglich vereinbart zurückgezahlt wird. In diesem Fall hat der Kreditgeber dann das Recht, das Haus oder die Wohnung zu verkaufen und mit diesem Geld seine Ansprüche zu befriedigen. Dies geschieht in der Regel in Form einer Zwangsvollstreckung. Die Grundschuld wird in das Grundbuch eingetragen.
Zinsbindung und Eigenkapital
Fast alle Angebote für das Baugeld beinhalten eine Zinsbindung, die kürzer ist als die Laufzeit des Darlehens. Wenn die Zinsbindung abläuft, muss der neue Zinssatz mit der Bank verhandelt werden. Wenn eine andere Bank ein besseres Angebot macht, kann der Kreditnehmer auch die Bank wechseln. Die Zinsbindung endet meistens nach zehn Jahren. Bei der Vergabe von Baugeld verlangen die meisten Banken den Nachweis von Eigenkapital. Dieser beträgt meistens zwischen 20 und 30 Prozent der Darlehenssumme. Baugeld ohne Eigenkapital ist nur schwer zu finden und wenn dies doch gelingen sollte, ist der Zinssatz deutlich höher.

